biest, biestig, biestitsch.

für ihre familien sind sie kusine, mutter, nichte, oma, schwägerin, schwester, tante oder tochter. im job sind sie aushilfe, azubine, chefin, kollegin, praktitante, sekretärin, stellvertretende chefin. und sie sind immer butterwichtig.

sie arbeiten in der gesundheitsbranche, in firmen und fabriken, der politik, an schulen, in verwaltungen und warenhäusern. dabei wären die meisten von ihnen in der agrarbranche am besten untergebracht. harte arbeit an der frischen luft soll den charakter verbessern.

für dinge wie anerkennung, aufmerksamkeit, beförderung, beifall, kohle, karriere, konkubinendasein, klunker, unterstützung, zuneigung oder was auch immer sie erreichen möchten, werden sie biestitsch.

sie biedern und schleimen, lächeln und lügen, hetzen und petzen, lästern, stänkern, motzen, mischen sich in dinge ein, die sie nichts angehn. machen anderen das leben schwer. wundern sich, dass sie irgendwann keiner mehr mag. sie sind meist auch noch faulich und liederlich, weil sie ihre ziele lächelnd mit wimpern klimpern, pimpern und manchmal auch noch unterm schreibtisch erreichen.

manchmal merken sie´s. dass die welt ihnen nur das zurück sendet, was sie aussenden. dass der neid, der ihren teint schon grünlich schimmern lässt, mit ihren eigenen unzulänglichkeiten zu tun hat. dass ihre permanente unzufriedenheit nach aussen strahlt und sie deswegen unbeliebt sind.

manchmal werden biestitsche biester lieb. wenn sie merken, dass die welt freundlich ist, wenn man ihr freundlich begegnet. wunder gibt es immer wieder.

ich wünsche allen biestitschen biestern, dass sie im jahre 2011 vor der eigenen türe kehren. 2012 steht vor der tür, und wer bis dahin nicht begriffen hat, dass er seines eigenen glückes schmied ist, kann sich gleich einbuddeln lassen.